Die ersten Tage im Ashram sind als Einführungstage hoch strukturiert und dienen dazu, die Methoden des Ashram einzuüben
und in die Sammlung hineinzukommen.
Danach sind jedoch die Teilnehmenden aufgefordert, innerhalb eines für alle verbindlichen Rahmens ihren Tag im Ashram selbst zu gestalten.
So machen sie Erfahrungen mit der Erkenntnis des Willens Gottes im Alltag.
Die ersten drei Tage des Ashramaufenthaltes sind als Einführung in die
Gebräuche und Methoden des Ashram Jesu höher strukturiert: insgesamt
werden täglich drei Stunden Sitz-, zwei Stunden Gehmeditation und eine
Stunde Yoga geübt. Hinzu kommen die Gruppe, der Gottesdienst und die
Arbeiten. Diese Struktur hilft den TeilnehmerInnen außerdem, in die
Sammlung und Achtsamkeit hineinzukommen.
Das Geländer der hohen Struktur bleibt die ganze Zeit angeboten, da es von
der Leitung gelebt wird. Für die TeilnehmerInnen kommt aber nach den
Einführungstagen eine neue Aufgabe hinzu. Sie sind aufgefordert, in sich
hineinzuhorchen, wie sie selber ihre Zeit im Ashram gestalten wollen, so
dass sie sich auf das hinbewegen, was sie ersehnen. Dazu gilt es, auf die
inneren Bewegungen aufmerksam zu werden, diese zu unterscheiden und
entsprechend aus den Angeboten des Ashram Jesu auszuwählen. Und es gilt zu
erkennen, ob die getroffene Entscheidung zu Trost und Frieden oder zu
Unruhe und Niedergeschlagenheit geführt hat, ob sie Vermeidung oder
positive Gestaltung war. Kurz gesagt geht es darum, Erfahrungen zu sammeln
mit dem Erkennen und Tun des Willens Gottes für die eigene
Tagesgestaltung.
Die TeilnehmerInnen sind dann auch frei, ihre Gebets- und
Meditationsmethoden zu verwenden. Natürlich können sie im Ashram auch mehr
meditieren, als die vier Zeiten täglich, sowohl tagsüber, als auch nachts.
Es kommt nicht darauf an, dass die Gäste des Ashram Jesu ein Programm
absolvieren, das andere sich für sie ausgedacht haben, sondern jeder
seinen Weg entdeckt und es wagt, Schritte auf ihm zu gehen. Dazu bietet
der Ashram Jesu Rahmen und Struktur und lässt zugleich seine Gäste frei,
ihre eigenen Schritte zu tun, ihre Erfahrungen damit zu sammeln und zu
überprüfen.